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Praktiker mit Umsatz- und Gewinnrückgang


27.07.2010
AC Research

Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von AC Research empfiehlt weiterhin, die Aktien von Praktiker (ISIN DE000A0F6MD5 / WKN A0F6MD) zu kaufen.

Praktiker betreibe 440 Bau- und Heimwerkermärkte in Europa und zähle damit zu europaweit zu den führenden Unternehmen der Baumarktbranche. Rund drei Viertel der Märkte würden sich dabei in Deutschland befinden. Seit dem 1. Februar 2007 gehöre auch die Hamburger Baumarktkette Max Bahr zum Konzernportfolio.

Die Gesellschaft habe nunmehr Zahlen für das abgelaufene erste Halbjahr 2010 bekannt gegeben.

Demnach habe das Unternehmen in diesem Zeitraum im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode einen Umsatzrückgang um 5,8% auf 1,7868 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Das EBITA habe sich vor Sondereffekten gleichzeitig um 4,5 Millionen Euro auf 14,4 Millionen Euro reduziert. Das ausgewiesene EBITA habe sich allerdings deutlich um 18,8 Millionen Euro auf nur noch 0,1 Millionen Euro verringert. Ursächlich hierfür seien einmalige Aufwendungen in Höhe von 14,3 Millionen Euro gewesen. Dabei würden 9,5 Millionen Euro auf eine Rückstellungsbildung im Zusammenhang mit Kartellrisiken in Polen zurückgehen. So habe die polnische Kartellbehörde gegen Praktiker Polska ein Bußgeldbescheid in Höhe von rund 39 Millionen Polnischen Zloty verhängt. Dabei seien dem Unternehmen unzulässige Preisabsprachen in den Jahren 2000 bis 2006 vorgeworfen worden. Zusätzliche Aufwendungen im Umfang von 4,8 Millionen Euro seien im Zusammenhang mit dem Programm "Praktiker 2013" angefallen. Der Vorsteuerverlust habe sich um 20 Millionen Euro auf 25,6 Millionen Euro erhöht. Nach Steuern sei schließlich ein Verlust in Höhe von 11,8 Millionen Euro oder 0,22 Euro je Aktie angefallen.

Allein für das zweite Quartal 2010 habe der Konzern einen Umsatzrückgang um 5,6% auf 1,039 Milliarden Euro ausgewiesen. Das operative Ergebnis habe sich gleichzeitig von 68,1 Millionen Euro im zweiten Quartal 2009 auf nunmehr 52,2 Millionen Euro verringert. Dabei sei das Ergebnis durch die bereits erwähnte Kartellstrafe in Polen belastet worden. Der Vorsteuergewinn habe sich daher auf 30,4 Millionen Euro mehr als halbiert. Nach Steuern sei im zweiten Quartal 2010 ein Gewinn in Höhe von 25,8 Millionen Euro oder 0,43 Euro je Aktie erwirtschaftet worden.


Die vorgelegten Zahlen hätten insgesamt im Rahmen der Erwartungen der Analysten von AC Research gelegen. Dabei habe das Unternehmen vor allem im April und im Mai deutlich unter der kalten Witterung gelitten. Hierdurch sei das Gartengeschäft erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Des Weiteren habe sich bei der Marke Praktiker auch die halbierte Zahl der 20%-Rabatttage negativ auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt. Insgesamt habe im Deutschlandgeschäft im zweiten Quartal ein Umsatzrückgang um 7,2% hingenommen werden müssen. Bei der Marke Praktiker sei der Rückgang mit 8,4% überproportional ausgefallen.

Als sehr positiv würden es die Analysten allerdings werten, dass es bei der Marke Praktiker in Deutschland gelungen sei, trotz des Umsatzrückgangs durch eine Verbesserung der Rohertragsmarge den Ergebnisbeitrag mit 32,2 Millionen Euro annähernd auf Vorjahresniveau zu halten. Im internationalen Geschäft habe der Umsatz im zweiten Quartal mit 282,5 Millionen Euro fast auf dem Vorjahresniveau gehalten werden können.

Für das internationale Geschäft rechne die Konzernleitung im weiteren Jahresverlauf mit einer Verbesserung der Erlösentwicklung. Im Deutschlandgeschäft sei allerdings weiter mit einem Umsatzrückgang zu rechnen. Zurückzuführen sei dies vor allem auf eine weitere Reduktion der Marketingaktionen. Insgesamt rechne die Konzernleitung daher für das Gesamtjahr 2010 nunmehr mit einem Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Zuvor sei allerdings noch ein leichter Umsatzzuwachs anvisiert worden. Das EBITA vor Sondereffekten solle sich im Vergleich zum Vorjahr allerdings deutlich verbessern.

Die weiteren Geschäftsaussichten der Gesellschaft würden die Analysten von AC Research verhalten positiv beurteilen. Positiv sei, dass die Auslandsgeschäfte stabilisiert worden seien. Ein wesentlicher Faktor für die weitere Geschäftsentwicklung bei Praktiker werde sein, wie schnell sich das Osteuropageschäft wieder erholen werde. Hier würden die Analysten in den kommenden Quartalen mit deutlichen Verbesserungen rechnen. Infolge reduzierter Rabattaktionen sei in Deutschland hingegen mit einer weiter schwachen Umsatzentwicklung zu rechnen. Gleichzeitig würde die Reduzierung der Rabattaktionen allerdings auch zu einer höheren Rohertragsmarge führen. Daher erscheine diese Maßnahme sinnvoll.

Beim gestrigen Schlusskurs von 5,95 Euro erscheine das Unternehmen mit einem KGV 2011e von rund 9 nach Ansicht der Analysten von AC Research weiterhin relativ moderat bewertet. Durch das Restrukturierungsprogramm "Praktiker 2013" wolle die Gesellschaft bis zum Jahr 2013 die frühere Ertragskraft wiederherstellen. Eine entscheidende Komponente bezüglich dieser Zielerreichung werde nach Einschätzung der Analysten die weitere Entwicklung des Osteuropageschäftes sein. Insgesamt seien die noch verbleibenden Unsicherheiten nach Meinung der Analysten allerdings bereits zu stark im aktuellen Aktienkurs eskomptiert. Daher sehe man auf dem aktuellen Bewertungsniveau bei einem Investment in die Aktie ein positives Chance-Risiko-Verhältnis.

Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien von Praktiker zu kaufen. (Analyse vom 27.07.2010) (27.07.2010/ac/a/d)




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